Am Samstag musste die 3. Mannschaft nach Vogelsang zu Janus Köln, die eine Woche zuvor mit einem 9:5 gegen Ahe ein Ausrufezeichen gesetzt hatten. Auch die Einzelbilanzen lasen sich teilweise beeindruckend: Walter Esser (1) 9:1, Ingo Ciolkowski (3) in der Mitte 9:1, Tim Vehreschild (4) in der Mitte 5:1. Wir machten uns also auf ein starkes vorderes und mittleres Paarkreuz gefasst.
Nachdem aus der Umkleidekabine von Janus Sprüche wie „Wenn wir komplett spielen, verlieren wir in dieser Klasse kein Spiel!“ berichtet wurden und unsere Schlachtenbummler Andi und Kaze ein Bier auspackten, gingen wir sowohl psychologisch als auch physiologisch top motiviert ins Spiel. Und verloren. Die ersten Doppel.
Marius und Jan brachten mal wieder das Kunststück fertig, vier Sätze des Spiels nahezu unbehelligt spielen zu können und davon drei zu verlieren, während Thomas und Rüdiger nach dem 0:3 gegen Esser/Liesenfeld meinten: „Die hatten einfach auf alles die bessere Antwort“. Basti und Tom bissen sich durch fünf Sätze gegen eine Material + Offensiv-Kombination mit dem besseren Ende für sich, so dass wir nur einen 1:2 Rückstand nach den Doppeln aufholen mussten.
Walter Esser ließ Basti Filla wenig Chancen mit seinem Aufschlag-Bumm-Spiel, während Thomas trotz hervorragender kämpferischer Einstellung und tollen Ballwechseln nach 2:0 Führung noch in den 5. Satz musste. Da ging es dann ziemlich knapp zu, aber diesmal trug Thomas die Früchte der Mühen in der Verlängerung mit 13:11 nach Hause.
Marius war (wie die Zuschauer auch) im ersten Einzel der Mitte ein ums andere Mal überrascht, wie man lange Bälle mit welcher Rotation auch immer aus gefühlt Netzhöhe so knallhart schießen kann, wie Ciolkowski das zelebrierte. Aber da das die einzige Waffe war und sie sich durch geschickte Platzierung ausschalten ließ, gewann er das Spiel mit 3:1. Jan begann sein Spiel souverän gegen einen Gegner, der viele leichte Fehler machte. Im zweiten Satz waren die Fehler dann weg, die Aufschläge wurden präzise und kurz auf die weiße Linie gesetzt und Jans Angriffsbälle mit unmöglichster Schlägerhaltung wieder auf den Tisch gebracht. Im dritten spielte Jan dann etwas druckvoller gegen die Aufschläge, aber auch darauf hatte Vehreschild im vierten Satz eine Antwort, so dass die Entscheidung wieder im 5. Satz fallen musste. Schnell war Jan 5:2, 7:3 vorne, kassierte dann aber eine Serie von knappen Punktverlusten zum 7:9. Ein Timeout brachte aber nochmal die Wende zum 12:10.
Hinten spielte derweil Tom gegen Frank Menzel und holte den höchsten Sieg des Tages, mit nur 14 Punkten gegen sich. Rüdiger musste gegen Ralph Reiland mit dessen Material zurechtkommen und schimpfte das ganze Spiel über das Nicht-Tischtennis und seine Unfähigkeit, Punkte dagegen zu machen. Er schenkte Satz 1 und 3 bei Rückstand ab, gewann Satz 2 und 4 und gerade als alle dachten, hey, Satz vier war so souverän, das wird jetzt noch was, verlor er wieder den 5. Und musste damit die erste Saisonniederlage hinnehmen. Damit hat KM die letzte verbliebene weiße Weste im Verein?
Im zweiten Durchgang spielte Thomas gegen Esser kompromissloses Angriffstischtennis – und das erfolgreich. Esser hatte kaum ein Mittel dagegen, weil auch der 2., 3. und 4. Ball von Thomas enorm druckvoll und platziert gespielt wurde. Aber nicht nur einen Satz lang: Im 2. Satz ging es genau so weiter. Das der mit 10:12 verloren ging, lag eigentlich nur an einer Phase in der Mitte des Satzes, als Thomas etwas Tempo aus dem Spiel herausnahm. Im dritten musste Thomas dem hohen Risiko Tribut zollen, als die Bälle nicht mehr ganz so sicher auf dem Tisch landeten. Er machte es dann aber im vierten um so besser, gewann den mit 11:9. Der fünfte war dann ein offener Schlagabtausch, den letztendlich nur ein paar knappe Bälle am Ende gegen Thomas entschieden. Schade, für dieses großartige Spiel sollte es eigentlich Extrapunkte geben.
Parallel dazu spiele Basti gegen Liesenfeld (leider kann ich wenig dazu schreiben, denn ich habe bei Thomas gezählt) und musste, wie schon Thomas im ersten Spiel, nach 2:0 Führung doch noch in den 5. Satz, gewann diesen aber klar mit 11:5.
Damit stand es 6:5 vor dem mittleren Paarkreuz. Jan verlor gleich den ersten Satz gegen einen fehlerlos spielenden Ciolkowski mit 3:11, gewann den 2. dann in gleicher Manier mit 11:1, um das Spiel dann sicher einzufahren. Marius spielte gegen Vehreschild zwar ein ziemlich fahriges Spiel, da aber sein Gegner jede Menge Fehler machte, war es am Ende ein klares 3:0. Rüdiger zitterte sich erfolgreich durch die ersten beiden Sätze, spielte dann aber im dritten wie gewohnt konzentriert und sicher und machte so mit seinem 11. Saisonsieg dann gegen Menzel den 9:5 Sieg perfekt.
Doppel 1:2
Thomas 1:1
Basti 1:1
Jan 2:0
Marius 2:0
Rüdiger 1:1
Tom 1:0